Waldschlösschenbrücke in Dresden

Waldschlösschenbrücke Dresden

Zwischen Albertbrücke und Blauem Wunder, mitten im Elbtal in Dresden, überquert seit 2013 die Waldschlößchenbrücke die Elbe. Das auch in der Bevölkerung stark umstrittene Gebäude kostete die Elbe als UNESCO-Welterbe.

Waldschlösschenbrücke – Die Kontroverse mit der UNSECO

Der Dresden-UNESCO-Konflikt hat alles mit der Entwicklung der Waldschlösschenbrücke zu tun, einer vierspurigen Brücke über das Elbtal. Aufgrund von Verkehrsstaus an Kreuzungspunkten über die Elbe beschloss die Stadt, 182 Millionen Euro zu investieren, um dieses Mobilitätsproblem zu überwinden, und begann 2007 mit dem Bau der Brücke. Von Anfang an war die Brücke nicht unumstritten. Nichtregierungsorganisationen sowie führende Persönlichkeiten der Kulturhauptstadt Dresden protestierten aus Gründen der Umwelt und des Verlustes der Kulturlandschaft gegen deren Entwicklung. Ihr Gerichtsverfahren verhinderte jedoch nicht den Bau der Waldschlösschenbrücke, da sie die 68 Prozent der Dresdner Wähler, die 2005 in einer Volksabstimmung ihre Unterstützung für die Brücke bekundeten, nicht überstimmen konnten. Offenbar sprach sich eine große Mehrheit der Wähler für die neue Verkehrsanbindung aus.

Wo genau ist die Waldschlösschenbrücke?

Ein paar Daten zur Walschlösschenbrücke

  • Länge der Straße: 636 Meter;
  • die Länge der zu lackierenden Leitplanken beträgt knapp 1.300 Meter
  • Anzahl LED-Leuchten an der Decksreling: 1.332;
  • Hersteller Löbauer Hess Lichttechnik hat bereits Insolvenz angemeldet;
  • Anzahl der installierten LED-Leuchten pro Tag: ca. 40-50
  • Länge der Betonrohre auf der Neustädter Seite: 800 Meter
  • Breite der Fuß- und Radwege (beidseitig): jeweils ca. 2,50 Meter
  • Straßenbreite: 11,50 Meter
  • Anzahl der Möglichkeiten: 4
  • zulässige Nachtgeschwindigkeit: 30 km / h;
  • Gibt es Blitzer? Ja
  • Preis der Flash-Technologie: 160.000 Euro
  • Länge des Fledermausführungssystems: 755 Meter
  • Anzahl der Kameras im Tunnel: 33
  • Anzahl Treppen: 4; sie führen direkt zu den Elbwegen
  • Anzahl der Aufzüge: 1 (Neustadt-Seite, Ostseite)

Kurze Information über die Brücke

Zwei Stahlbögen mit einer Spannweite von 135 Metern sollen den Mittelteil der Brücke tragen. Auf beiden Seiten der 29 Meter breiten Brücke gibt es zwei Fahrspuren für Fahrzeuge sowie einen Fuß- und einen Radweg. In der Hoffnung, den Entzug des Welterbestatus zu vermeiden, wurden einige kosmetische Korrekturen am Design vorgenommen. Unter anderem war eine Breitenreduzierung im Gespräch, die sich aber als zu lang herausstellte.

Deshalb wurde die Waldschlösschenbrücke gebaut

Die neue Brücke wird seit über 100 Jahren ständig diskutiert. Dies gelang jedoch nicht, da der Bau zu teuer gewesen wäre oder Bedenken bestanden, das Stadtbild zu verändern. Nach der deutsch-deutschen Vereinigung nahm das Verkehrsaufkommen jedoch massiv zu. Vor allem rund um den Albertsplatz waren die Straßen zur Hauptverkehrszeit chronisch verstopft. Als Standorte für eine neue Brücke kamen mehrere Varianten in Betracht, ein 1994 entwickeltes Verkehrskonzept sah jedoch keine Alternative zum jetzigen Standort.

Die Planung, der Bau und andere Zeitangaben in Bezug auf die Waldschlösschenbrücke

Der Dresdner Waldschlösschenbrücke hat weit über die Landesgrenzen hinaus Schlagzeilen gemacht und reicht viele Jahre zurück. Hier ist eine kurze chronologische Übersicht:

Bauentscheidung, Weltkulturerbe, Volksabstimmung

15. August 1996: Der Dresdner Stadtrat beschließt den Bau einer neuen Elbbrücke in Waldschlösschen. Der Beginn der Arbeiten verzögert sich aufgrund einer Verschiebung.
2. Juli 2004: Unesco erklärt das Dresdner Elbtal zum Weltkulturerbe.
27.02.2005: Volksabstimmung, knapp 68 % der Dresdner stimmen für das Gebäude. Der Konflikt mit der Unesco ist derzeit noch nicht absehbar.

Streitigkeiten um den Titel des Welterbes, Klagen

11. Juli 2006: Das Welterbekomitee setzt das Elbtal in Dresden aufgrund der Brückenplanung auf die Rote Liste der Weltkulturerbestätten.
10. August 2006: Der Stadtrat stimmt gegen den Bau, das Land Sachsen besteht auf dem Projekt.
6. Juni 2007: Dresden scheitert vor dem Bundesverfassungsgericht mit einer Klage gegen den Bau, die vom Freistaat Sachsen angeordnet wurde.
25. Juni 2007: Das Welterbekomitee in Neuseeland beschließt, den Titel Dresden vorerst nicht zu entziehen.
19. November 2007: Baubeginn.
20. Mai 2008: Bürgerinitiativen scheitern an einem neuen Referendum. Das Ziel war ein Tunnel als Alternative zur Brücke.
3. Juni 2008: Prominente Künstler bitten Bundeskanzlerin Angela Merkel um Hilfe und warnen vor Imageschäden.
7. Juli 2008: Das Welterbekomitee im kanadischen Quebec fordert die sofortige Einstellung der Bauarbeiten und droht mit dem Entzug des Welterbetitels. Die neue Oberbürgermeisterin von Dresden, Helma Orosz, baut weiter.
30. Oktober 2008: Das Dresdner Verwaltungsgericht weist eine Klage von Naturschützern gegen den Bau der Brücke ab.
26. März 2009: Gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts legten mehrere Naturschutzverbände Berufung ein.

Entzug des Weltkulturerbes

15.05.2009: Empfehlung des Welterbezentrums Paris an die UNESCO: Dresdner Elbtal wird endgültig von der Welterbeliste gestrichen
25. Juni 2009: Dresden wird vom Welterbekomitee, diesmal in Sevilla, von der Liste gestrichen

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