Prießnitz

Prießnitz

Die Prießnitz entspringt etwa 280 Meter über dem Meeresspiegel östlich von Dresden unweit des Forschungsstandortes Rossendorf. Auf einer Länge von rund 25 Kilometern überwindet er einen Höhenunterschied von 173 Metern und wird von mehr als 10 Brücken überquert. Sie können fast die gesamte Länge bequem begehen und haben die Möglichkeit, sich auf Bänken kurz auszuruhen und in regelmäßigen Abständen Kraft zu tanken.

Der Prießnitzgrund

Die Prießnitz ist der größte Bach in der Dresdner Heide und zieht sich auf rund 24 km durch das Waldgebiet und die Äußere Neustadt bevor sie in die Elbe mündet. Sie entspringt im Rossendorfer Weiher auf 281 m Höhe. Der Name leitet sich vom slawischen Wort „breza“ ab, was „Birkenwasser“ bedeutet. Der Prießnitzgrund ist eines der schönsten Täler der Dresdner Heide und wird auch von einem Wanderweg genutzt. Insgesamt nimmt der Bach 35 kleinere Gewässer auf, von denen einige jedoch nur gelegentlich Wasser führen. Vom 16. bis 18. Im 19. Jahrhundert fanden im Prießnitzgrund erfolglose Bergbauversuche statt, die noch an ein ummauertes Stollenloch nahe der Kellerbrücke erinnern. Dieser 1547 als „Will Gottes am Silberwasser“ erwähnte Silberstollen wurde kurz darauf wegen fehlender Funde wieder geschlossen.

Der Prießnitzgrund auf der Karte

Verlauf der Prießnitz

Die Prießnitz entspringt in einer Höhe von 281 m über dem Meeresspiegel. NN in der Nähe des Forschungszentrums auf den Korridoren von Rossendorf, Ortsteil der Stadt Schönfeld-Weißig im äußersten Osten Dresdens, und fließt zunächst auf mehr als der ersten Hälfte seines Verlaufs im Land Radeberger grob nordwestlich, also parallel zur Elbe. Unmittelbar nach der Quelle speist er den Rossendorfer Weiher, wandert dann kurz in die Region Ullersdorf. Auf den nächsten drei Kilometern bildet er die Stadtgrenze bei Radeberg und tritt bei Todmühle bei Weißig auf 240 m Seehöhe auf. NN schließlich zum Stadtgebiet Dresden. Nun überquert die Prießnitz die zum Ortsteil Loschwitz gehörende Dresdner Heide und durchquert die Heidemühle. Von dort wird der Fluss auf seinem weiteren Lauf durch die Heide von einem asphaltierten Forstweg, der Prießnitztalstraße, begleitet.

Im Nordwesten der Waldzone, kurz vor Klotzsche, erreicht er eine Höhe von 159 m. NN weist nach Süden und strebt von hier aus zur Elbe. Ein längerer Teil ihres Tals bildet die östliche Grenze des Industriegeländes, das bereits zum Kreis Neustadt bzw. zum gleichnamigen Kreis gehört. Vorbei an der Kaserne der Offiziersschule des Heeres und dem militärhistorischen Museum Albertstadt erreicht die Prießnitz das dicht bebaute Areal der Neustadt, das sie auf den letzten zwei Kilometern ihrer Strecke durchquert.

Sie folgt zunächst der Straße An der Prießnitz, biegt dann kurz nach links ab und unterquert in einem Tunnel den westlichen Abschnitt der Jägerstraße. Vom Kraszewski-Museum aus fließt er etwa südlich parallel zur Prießnitzstraße und bildet die Grenze zwischen Radeberger Vorstadt und Äußerer Neustadt. Nachdem die Prießnitz die Halbinsel, auf der die Prießnitzaue liegt, umgangen hat, erreicht sie in der Bautzner Straße gegenüber der Diakonissenhauskirche ihren zweiten unterirdischen Kanalabschnitt. Kurz nach dem Auftauchen liegt die Mündung der Prießnitz in die Elbe beim Diakonissenkrankenhaus auf 105 m Seehöhe. NN. Dabei überwindet er auf einer Länge von rund 25 Kilometern einen Höhenunterschied von 175 Metern.

Besondere Abschnitte der Prießnitz

Quelle und Rossendorfer Teich

Die Prießnitzquelle liegt kurz vor dem Rossendorfer Teich in der Bundestraße 6 im Dresdner Mittelgebirge. Nach der Überquerung des ca. 5 ha großen Weihers geht es die ersten Kilometer entlang des Radeberger Flurs über die Heidemühle. Von dort führt ein asphaltierter Wanderweg.

Der Rossendorfer Teich ist ca. 5 Hektar groß und liegt in Rossendorf bei Dresden. Die Quelle der Prießnitz liegt ca. 150 m östlich des Weihers. Die Prießnitz mündet direkt in den Teich und man nahm bisher an, dass auch ihre Quelle im Teich liegt. Das Wasser diente einst der Fischzucht und wurde hauptsächlich zur Aufzucht von Karpfen, Schleie und Hecht verwendet. In der Mitte des Teiches befindet sich eine kleine runde Insel, die den schönen Namen „die Insel der Meerjungfrau“ trägt. Der Teich hat auch einen ausgeprägten Schilfgürtel, in dem viele Wasservogelarten heimisch sind.

Das Saugartenmoor

Das Saugartenmoor ist Dresdens einziges Moor und ein weiteres Naturdenkmal. Flachgräberfelder und Hügelgräber belegen eine frühe Siedlungstätigkeit in der Dresdener Heide und laden ebenso zu Erkundungen ein, wie die 4 Saugärten – ummauerte Gehege in denen Wildschweine für Hofjagden gehalten wurden.

Rastplatz Ludens Ruh

Er ist über einen kleinen Forstweg (rechts vom Weg) schnell erreicht und führt zu einer auf einem Hügel gelegenen Holzhütte. Die ersten 3,5 Kilometer sind damit geschafft. Die Prießnitz unterquert die Ludens Ruh und eine Treppe würde ins Prießnitztal zur Melzer Quelle führen.

Der Prießnitz-Wasserfall

Prießnitz-Wasserfall, einer heute nicht mehr so großen Stufe, wo die Prießnitz über Steine plätschert. Der Prießnitz-Wasserfall ist ein Durchbruchstal als seltene Charakterart der Berg-Nadelwälder in hier bemerkenswert niedriger Höhenstufe.

Die Meschwitzruhe

Am Zusammenfluss der Sandklamm mit dem Prießnitzgrund erreichen wir die Meschwitzruhe, wo ein etwa 1,50 m hoher Gedenkstein an den Forstinspektor Friedrich Wilhelm Meschwitz (1815 – 1888) erinnert, der beim Straßenbau und Aufforstung hervorragende Arbeit geleistet hat. Sein Sohn Heinrich (1869 – 1927) war Schriftsteller (zB Geschichte der Dresdner Heide und ihrer Bewohner, 1911) und Bibliothekar. Neben der Gedenksäule steht ein steinerner Tisch mit Bänken, der ursprünglich im Stadtteil Trachau stand und, wie die Inschrift sagt, der Lieblingsplatz von Herzog Karl von Kurland, Enkel Augusts des Starken, war.

Die Mündung in die Elbe

Schräg über den Johannstädter Fährhafen mündet die Prießnitz in die Elbe. Der Bach durchfließt die Heide und fließt schließlich flach unter den Weiden in die Elbe. Wie gemacht für einen Wasserspielplatz wie kein anderer in Dresden. Im Sommer wie im Winter kann man Kinder im Sand spielen sehen, sich barfuß auf Kieselsteinen schwingen oder mit Sieb und Eimer nach Gold graben. Es gibt auch Enten zu beobachten und Pflaumen wachsen in der Nähe. Manche Baumstämme und Äste wachsen so horizontal, dass sie ideale Balancierbalken sind. Es ist also für alles gesorgt. Jeden Tag gibt es Kinderwagen und Bollerwagen, die Kinder be- und entladen.

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