Leuchtturm Moritzburg

Leuchtturm in Moritzburg Sachsen

Der Leuchtturm in Moritzburg – Das Ungewöhnliche an diesem Leuchtturm ist, dass er sich nicht an der Küste befindet, sondern an einem Binnensee. Die Hafenanlagen befinden sich in der Nähe des kleinen Fasanenschlosses. Aber warum braucht man hier inmitten eines Binnenlandes einen Leuchtturm und einen Pier?

Nur zur Unterhaltung – In diesem Gebiet gab es Raum für Nachahmungen von Seeschlachten im 18. Jahrhundert, einschließlich Holzfregatten, die ausschließlich für diesen Zweck gebaut wurden. Die Gesellschaft hatte Spaß daran – auf trockenem Land oder auf dem Wasser – prächtig gestaltete Theaterstücke und Schlachten zu sehen, die heutzutage höchstwahrscheinlich als grausam gelten würden.

Touren und Führungen in Moritzburg

Besichtigung des Leuchtturms

Der Leuchtturm kann sonntags von Mai bis Oktober von 11 bis 16 Uhr im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Er ist auch zu besonderen Anlässen wie dem Tag der offenen Tür der Denkmäler und für besondere Touren geöffnet und zugänglich.

Historischer Hintergrund des Leuchtturms

Der historische Hintergrund des maritimen Ensembles reicht bis ins Jahr 1770 und die Schlacht an den Dardanellen (Seeschlacht von Çeşme) zurück. In dieser türkischen Straße, die früher als Hellespont bekannt war, besiegte die russische Flotte von Kaiserin Katharina der Großen die türkischen Marines. Das Ergebnis dieser Schlacht wurde überall in Europa anerkannt und nur sechs Jahre später berichtete die sächsische Kurfürstin Anna Amalia von ihrer ersten Reise zu den Moritzburger Dardanellen.

Baustil des Binnenleuchtturms

Der innere pagodenförmige Leuchtturm ist eine massive Steinkonstruktion mit einem Durchmesser von etwa sechs Metern, die sich leicht nach oben verjüngt. Das Leuchtfeuer beleuchtete den Seeweg für eine originalgetreu reproduzierte Fregatte mit Kanonen. In den Jahren 2006 bis 2007 wurde der Leuchtturm renoviert und erhielt auch ein Licht, das nur zu besonderen Anlässen eingeschaltet wird.

Das Muster roter Rechtecke mit weißen Fugen ist nur ein Gemälde, das die Backsteinarchitektur Norddeutschlands nachahmen soll. Von weitem gesehen erscheint der Leuchtturm rosa. Eine Stahlwendeltreppe mit 74 Stufen im Inneren des Leuchtturms führt zur achteckigen Lampe mit ihren hohen Fenstern. Auf dem achteckig gekrümmten Kupferdach befindet sich eine goldene Wetterfahne.

Nach dem Mangenturm in Lindau ist der Turm der zweitälteste Indoor-Leuchtturm in Deutschland. Es ist 120 Jahre älter als beispielsweise der Heliosturm Köln-Ehrenfeld und war bis zum Bau des Leuchtturms Bärwalder See in der Oberlausitz 2011 der einzige Leuchtturm im Landesinneren in Sachsen. Der Leuchtturm ist heute eine Touristenattraktion und kann sonntags von 11 bis 16 Uhr besichtigt werden. im Rahmen von Führungen von Mai bis Oktober. Die Touren dauern ungefähr 20 Minuten.

Lage und Anfahrt

Der Leuchtturm befindet sich in Moritzburg am Westufer des Niedere Großteich, einem der Moritzburger Teiche nordwestlich von Dresden. Der Turm liegt etwa zwei Kilometer östlich von Moritzburg. In der Nähe des Leuchtturms fügen sich die Teiche Friedewald und Moritzburg in die Landschaft der kleinen Gipfel von Moritzburg ein.

Am Leuchtturm befindet sich eine Hafenanlage, die sich in der Nähe der Spitze eines etwa 50 Meter langen halbkreisförmigen Stegs befindet. Unmittelbar daneben befindet sich die alte Moritzburger Fasanenfarm mit der Fasanenburg 200 Meter westlich des Leuchtturms.

Gastronomie in der Nähe

Gleich neben dem Leuchtturm steht das „Ausspanne am Leuchtturm“, ein zauberhaftest Café, welches sich perfekt für eine Pause bei Kaffee und Kuchen oder Waffel am Stiel anbietet.

 

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